Jahrgang 2007/2008

1. Faszination Jakobsweg
Nicht immer ist nur der Weg das Ziel

2. www.europe-and-me.eu
Aufbau eines Online-Magazins von jungen Europäern für junge Europäer

3. Frauenhandel aus der Republik Moldau
Die Schattenseite des europäischen Traums

4. Georgien auf dem Weg nach Europa. In vino veritas?
Von süßen Weinen, satten Märkten und wirtschaftlichem Wandel zwischen Tradition und Moderne

5. Sprechen die Medien europäisch?
Eine Reise durch die Presseberichterstattung zum Vertrag von Lissabon

6. Nationale Arbeitsplätze – europäische Solidarität?
Opel, Nokia, Electrolux … Die Antworten der Gewerkschaften auf den europäischen Standortwettbewerb

7. Symbole der Unterdrückung – neu verwendet
Warum werden die Gebäude der ehemaligen Staatssicherheitsdienste Securitate, Stasi und PIDE heute unterschiedlich genutzt?

8. Formen öffentlicher Räume
Was hält Städte davon ab, auseinander zu fallen?

 

1. Faszination Jakobsweg
Nicht immer ist nur der Weg das Ziel

Der Jakobsweg gewinnt rapide an Popularität: Seit Jahren steigen die Pilgerzahlen, expandiert der Markt der Wanderführer, Vorträge und TV-Shows. Hape Kerkelings Erlebnisse führen seit Jahren die Bestsellerlisten an. Doch was motiviert diejenigen, die hinter all diesen Projekten stehen? Welche Beweggründe treiben Pilger an, sich für »ihren« Weg zu engagieren? Welche Interessen haben Organisationen wie der Europarat an einer Förderung? Und wie sieht die katholische Kirche die zunehmende Säkularisierung? In Gesprächen mit Vertretern aus Politik, Medien und Kirche, mit Initiatoren regionaler Pilgerwege, aber auch entlang des Weges selbst haben wir uns auf die Suche nach Antworten gemacht.

Simon Gluch, Schweiz
Karena Kalmbach, Deutschland
Ann-Kristin Reinhold, Deutschland
Zuzana Svetlošáková, Slowakei

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2.www.europe-and-me.eu
Aufbau eines Online-Magazins von jungen Europäern für junge Europäer

Wie kann man die Idee des sich integrierenden Europas für seine jungen Bürger interessant machen? Wie kann man die jungen Europäer noch näher zusammenbringen? Wie kann man das europäische Denken jenseits der Kategorien nationalen Denkens fördern?
Mit diesen Fragen im Hinterkopf arbeiten wir seit September 2007 auf den Tag des ersten Erscheinens (1. Juli 2008) unseres Online-Magazins hin.
Unser Magazin wird Europa-orientiert, informativ und vor allem unterhaltsam sein. Mit einem innovativen Konzept, frischen Ideen für die Zukunft und bereits 30 Autoren aus mehreren europäischen Ländern wollen wir europeandme.eu zu einem Dauerprojekt machen.

www.europe-and-me.eu

Margarita Ivanova, Bulgarien
Kristin Kruthaup, Deutschland
Hanna Pilawa, Polen
Eva Sablovska, Lettland
Christopher Wratil, Deutschland

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3. Frauenhandel aus der Republik Moldau
Die Schattenseite des europäischen Traums

Die Republik Moldau ist eine der ärmsten Regionen Europas. Für viele Menschen verbindet sich mit einer Arbeit in einem EU-Staat die Hoffnung, sich aus der Armut zu befreien. Doch für einige Frauen wird der Traum zum Alptraum.
Wie muss Migration gestaltet sein, um Frauenhandel entgegenzuwirken? Wird Frauenhandel vor allem als Problem der illegalen Migration oder als Menschenrechtsthema verstanden? Wie haben wir die Lebenssituation der Frauen vor Ort während unserer Reise nach Chisinau erlebt? Wie wird das Problem in Moldau diskutiert? Antworten auf diese Fragen haben wir in Gesprächen mit Akteuren in Deutschland und in der Republik Moldau gesucht.

Sabine Bendix, Deutschland
Mariya Brovchenko, Ukraine
Kaleen Marie Gallagher, Großbritannien
Judith Lehnert, Deutschland
Kristina Lufta, Lettland
Annette Parys, Deutschland

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4. Georgien auf dem Weg nach Europa. In vino veritas?
Von süßen Weinen, satten Märkten und wirtschaftlichem Wandel zwischen Tradition und Moderne

Stolz blickt Georgien auf eine über 7000 Jahre zurückreichende Kultur des Weinanbaus. Besonders in der Sowjetunion schätzte man die erlesenen Tropfen von den Südhängen des Kaukasus. Doch Bürgerkriegswirren, der zähe Transformationsprozess der 1990er Jahre sowie zuletzt ein russisches Handelsembargo haben den Weinbauern schwer zugesetzt. Heute schaut man hoffnungsvoll nach Europa. Doch inwieweit kann und will die EU die georgischen Erwartungen erfüllen? Wir sind in das Mutterland des Weins gereist, um Antworten zu finden, die doch nur neue Fragen aufwerfen über Europas ambivalenten Umgang mit seinen Nachbarn.

Daniela Chodorowska, Deutschland
Anna Leidinger, Deutschland
Adrian Pfaff, Deutschland
Tilman Reinhardt, Deutschland
Barbara Schumacher, Deutschland
Elena Sotres Zapatero, Spanien
Monika Sztajerowska, Polen

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5. Sprechen die Medien europäisch?
Eine Reise durch die Presseberichterstattung zum Vertrag von Lissabon

Unter europäischer Fahne haben wir uns auf eine Odyssee durch die Meere der Medienwelt begeben: Im Sturm nationaler Interessen hat das Schiff des Reformvertrages die ersten Häfen der Mitgliedstaaten erreicht. Wir haben unseren Blick auf vier sehr unterschiedliche Länder gerichtet. So untersuchten wir in Bulgarien, Deutschland, Frankreich und Irland die Berichterstattung über den am 13. Dezember 2007 unterzeichneten Vertrag von Lissabon. Parallel zu diesem medialen Ländervergleich reisten wir nach Irland, um die Referendumskampagne vor Ort mitzuerleben. Welchen Beitrag leisten die Medien für Europa, Skylla und Charybdis zu umsteuern?

James Bews, Deutschland
Hermance Grémion, Frankreich
David Imhof, Schweiz
Damyana Stoynova, Bulgarien

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6. Nationale Arbeitsplätze – europäische Solidarität?
Opel, Nokia, Electrolux … Die Antworten der Gewerkschaften auf den europäischen Standortwettbewerb

Während große Konzerne längst im europäischen Binnenmarkt angekommen sind, scheinen die Gewerkschaften nach wie vor in den nationalstaatlichen Kategorien des 19. Jahrhunderts zu verharren. Stecken Europas Gewerkschaften in der nationalen Sackgasse? Welche Hindernisse stehen einer grenzüberschreitenden Kooperation entgegen? Welche Zukunftsperspektiven sind denkbar?
In Gesprächen mit deutschen und italienischen Gewerkschaftern, Betriebsräten und Managern haben wir die transnationale Kooperation der europäischen Belegschaften von General Motors, Nokia Siemens Networks und Electrolux untersucht.

Simona Ballmer, Schweiz
Chiara Benassi, Italien
Johanna Gereke, Deutschland
David Krebs, Deutschland

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7. Symbole der Unterdrückung – neu verwendet
Warum werden die Gebäude der ehemaligen Staatssicherheitsdienste Securitate, Stasi und PIDE heute unterschiedlich genutzt?

Sie wurden als Zentren der Repression gefürchtet, plötzlich brauchten sie eine neue Funktion: als Museum, Sitz des Architektenverbandes oder Luxuswohnanlage. Die heutige Nutzung der symbolträchtigen Gebäude in den Hauptstädten Portugals, Rumäniens und der ehemaligen DDR könnte unterschiedlicher kaum sein. Was sagt diese über die Erinnerungskultur in den jeweiligen Ländern aus? Wie kam es zu diesen Unterschieden? Welche Interessen setzten sich durch und warum? Wir werden versuchen, Ihnen diese Fragen zu beantworten.

Lucy Duggan, Großbritannien
Carolin Egelseer, Deutschland
Volker Gutekunst, Deutschland
Oscar Koller, Deutschland
Natalia Kudryavtseva, Russland
Bart Willem Luttikhuis, Niederlande

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8. Formen öffentlicher Räume
Was hält Städte davon ab, auseinander zu fallen?

Die Rede von der Krise des öffentlichen Raums, gedacht als Erbe der Agora, ist allgegenwärtig. Wir sind auf die Suche gegangen nach Momenten räumlicher Öffentlichkeit, nach Orten der Begegnung von Gleichen und Ungleichen, der Herstellung von Politischem, der Zirkulation von Menschen, Dingen, Bildern und Ideen. Klassische Plätze, aber auch Räume von flüchtiger Öffentlichkeitsfunktion, haben wir befragt auf ihre Nutzungen, Codes, Regeln und Bedeutungen, den Zusammenhang von Architektur und Imagination, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Individualität und Gemeinschaft.
In der Form eines Journals haben wir Eindrücke dieser Suche gesammelt, die uns neben Berlin in die polnische Zwillingsstadt Kraków/Nowa Huta führte.

Sebastian Markt, Österreich
Jonas Marx, Deutschland
Angelika Rösser, Deutschland
Monika Weber, Polen

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