Jahrgang 2009/2010

1. Warten, dass der Stacheldraht rostet
Sozialgeographie des geteilten Nikosias?

2. Hafenkultur im Wandel
Vom Fischkutter zum Containerschiff – Folgen und Chancen?

3. Irreguläre Migranten – Eine Akteurssicht
Selbstorganisation an den Grenzen Europas

4. Belarus – (T)Raum Europa?
Auf der Suche nach europäischen Perspektiven

5. TRANSSIB: Visuelle Gedichte einer Eisenbahn

6. soziales Unternehmen? Soziales unternehmen!
Auf den Spuren von »Social Entrepreneurship« in West- und Osteuropa

 

1. Warten, dass der Stacheldraht rostet
Sozialgeographie des geteilten Nikosias?

Die Green Line, die seit 1974 den türkischen Norden und den griechischen Süden Zyperns trennt, spaltet auch die Hauptstadt der Insel. Wir sind in die geteilte Stadt gereist, um herauszufinden, welche Möglichkeiten und Einschränkungen sich für die Nikosianer aus dem Phänomen »Mauer« ergeben. Wie hat sich der urbane Raum durch die Teilung entwickelt? Wie nehmen die Zyprer diese Veränderungen wahr? Wie prägt die Geographie der geteilten Stadt die Raumwahrnehmung ihrer Bewohner – die Stadt in den Köpfen? Menschen aus beiden Teilen haben uns ihr Nikosia gezeigt und wir würden es nun gern Ihnen zeigen.

Guillaume Amigues, Frankreich
Paloma Blázquez, Spanien
Silvia Forin, Italien
Lisa-Malin Harms, Deutschland
Agné Mauzaité, Litauen
Angelika Milger, Deutschland

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2. Hafenkultur im Wandel
Vom Fischkutter zum Containerschiff – Folgen und Chancen?

Früher wurden in den Häfen Europas die Waren aus aller Welt mühsam von Matrosenhand verarbeitet. Heute werden Liegezeiten nach Minuten abgerechnet und effiziente Maschinen setzen unvorstellbare Mengen um. Doch was bedeutet dies für den Hafen und die Menschen, die dort leben und arbeiten?
Auf der Suche nach den Spuren, die dieser Wandel hinterlässt, sind wir nach Hamburg und Liverpool gereist. Dort haben wir Seeleute und Festländer, alte Eisen und frische Fische, Beschäftigte und Aufmerksame in ihren ganz persönlichen Hafen begleitet. Von ihnen konnten wir lernen und Antworten finden auf unsere Fragen: Wie sieht ihr Hafen aus? Was passiert da und was bedeutet dies für sie? Und: Was hat sich verändert? Wir laden Sie zu einem Hafenrundgang in Bild und Ton ein!

kleiner Film zur Einstimmung

Martin Betz, Deutschland
Pavel Bobek, Tschechien
Mark Hann, Großbritannien
Jasper Littmann, Deutschland
Julia Kowalska, Polen
Julia Propp, Deutschland

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3. Irreguläre Migranten – Eine Akteurssicht
Selbstorganisation an den Grenzen Europas

Während die Grenzen innerhalb der Europäischen Union nach und nach abgebaut werden, nimmt die Abgrenzung nach außen zu. Dennoch hat die EU nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Viele Menschen versuchen teils unter lebensbedrohlichen Bedingungen, in den Schengen-Raum zu gelangen. Wie gehen diese Menschen mit den Problemen um, die sich ihnen auf ihrem Weg und nach ihrer Ankunft stellen? Welche Formen der Selbstorganisation gibt es im Hinblick auf Menschenrechte, Gesundheit, Unterkunft? Wie wirksam sind diese Lösungsansätze? Auf Reisen durch Deutschland, in die Türkei und nach Griechenland haben wir die Akteure kennengelernt und Antworten auf unsere Fragen gefunden.

Zoltan Ferenczi, Ungarn
Sarah Münch, Deutschland
Christoph Tometten, Deutschland
Natasha Wunsch, Deutschland

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4. Belarus – (T)Raum Europa?
Auf der Suche nach europäischen Perspektiven

Trotz seiner geographischen Nähe zur Europäischen Union bleibt Belarus in den Vorstellungen vieler Menschen – selbst für Osteuropainteressierte – stark verschwommen. Oft wird das Land als ein bloßer Appendix seines großen Nachbarn Russland betrachtet, oder die beiden Nachbarländer werden gleichgesetzt. Ziel des Projektes ist es, einen ungefilterten Einblick in die belarussischen Befindlichkeiten zu verschaffen und zu erfahren, welche Ansichten in Belarus zu Themen wie Belarus-EU-Beziehungen, Ressourcenabhängigkeit von Russland, geostrategische Lage als Transitland existieren. Mit zahlreichen Fragen im Gepäck begeben wir uns nach Belarus. Auf der Suche nach Menschen, Geschichten, Abenteuern. Was wir antreffen werden? Das wissen wir nicht genau. Was wir zu finden hoffen? Europa.

Lucy Kinski, Deutschland
Christoph Krakowiak, Deutschland
Denis Mysnik, Belarus
Robert Schachtschneider, Deutschland

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5. TRANSSIB: Visuelle Gedichte einer Eisenbahn
»Einsteigen bitte! Nehmen Sie Platz im Mikrokosmos Transsibirische Eisenbahn!«

Auf der einst epochalen Zugverbindung zwischen Moskau und Wladiwostok haben wir die Gesichter, deren Geschichten das Leben der Eisenbahn ausmachen, mit der Kamera eingefangen. Geräusche, Gerüche, Gebärden – für uns als Mitreisende war das körperliche Erlebnis des Reisens in der dritten Klasse von unmittelbarer Bedeutung.
Gibt es ein asiatisches Europa und ein europäisches Asien?
Was uns antrieb, war die Neugier auf das Dazwischen, auf das Verschmelzen der beiden Konstrukte. Wir möchten Ihnen die Rolle der transsibirischen Eisenbahn in Geschichte, Literatur und, nicht zuletzt, in den Vorstellungen der Reisenden präsentieren.

Nea Auhtola, Finnland
Suzanne Berjot, Frankreich
Iwona Janicka, Polen
Anna Schwenck, Deutschland
Terezie Vávrová, Tschechien

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6. soziales Unternehmen? Soziales unternehmen!
Auf den Spuren von »Social Entrepreneurship« in West- und Osteuropa

Zu Beginn des Projekts faszinierte uns ein Gedanke: Wer den Wunsch nach Veränderungen mit unternehmerischem Geist kombiniert, Spielräume nutzt und offen ist für ungewöhnliche Koalitionen, kann nachhaltige Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit finden. In Deutschland und in Rumänien sind wir dem facettenreichen Konzept des »Social Entrepreneurship« nachgegangen. Wir sind auf ein Wirrwarr an Definitionen gestoßen, haben innovative Lösungsansätze entdeckt und inspirierende Persönlichkeiten getroffen. Auf einer Reise in die Welt des sozialen Unternehmertums möchten wir unsere Eindrücke nun mit Ihnen teilen.

Anna-Lena Bettgenhaeuser, Deutschland
Thies Hauck, Deutschland
Carolin Peschel, Deutschland
Maxim Stepanov, Russland
Mona Vintila, Rumänien

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